Körperorientierte Methoden in der Trans*beratung: Menschen mit Geschlechtsinkongruenz/ -dysphorie berührungslos zur Selbstwirksamkeit anleiten

Freitag 28.10.2022 um 18 Uhr bis Sonntag 30.10.2022 um 14.30 Uhr
in der Akademie Waldschlösschen bei Göttingen

Mit Mari Günther vom Bundesverband Trans*

Noch gibt es freie Plätze
Anmeldeinfos siehe unten

Zielgruppe: Die Fortbildung richtet sich an Kolleg_innen aus der Trans*beratungspraxis, Psychotherapeut_innen, Ärzt_innen und Berater_innen, die (professionell) mit Menschen mit Geschlechtsinkongruenz/-dysphorie arbeiten. Erfahrungen aus der Körperarbeit sind willkommen, aber nicht notwendig. Neugier und Bereitschaft, die vorgestellten Übungen an sich selbst zu erproben sind günstig.

Sie arbeiten oder engagieren sich in der Beratung von trans* Personen und ihren Angehörigen? Sie begleiten trans* Personen psychotherapeutisch? Sie suchen kollegialen Austausch und/oder einen geeigneten Rahmen für Supervision? Sie möchten erfahren, wie Menschen körperliche und emotionale Zugänge nutzen können, um mit Geschlechtsinkongruenz/-dysphorie (GI/GD) selbstwirksam umzugehen?

Mit dieser Veranstaltung wollen wir die Arbeit aller beratenden Kolleg_innen unterstützen, die derzeit in der Begleitung von trans*, nichtbinären und gendernonkonformen Personen mit Geschlechtsinkongruenz/-dysphorie (GI/GD) und ihren Angehörigen engagieren.

Transitionsberatung bedeutet häufig eine gedrängte Wissensvermittlung und gleichermaßen eine psychosoziale Begleitung und häufig auch stabilisierende Arbeit mit den ratsuchenden Personen. Wir beschäftigen uns mit konkreten berührungslosen, körperorientierten Interventionen, die Menschen mit GI/GD unterstützen, sowohl selbstwirksamer mit der eigenen GI/GD als auch mit Diskriminierungslast und Minderheitenstress umzugehen, das individuelle Resilienzfenster zu erweitern sowie bestehende Gesundheitsangebote für sich besser nutzen können.

Es gibt Raum für konkrete Fallbesprechung sowie für Ihre Intervisions- und Supervisionsanliegen. Die Einflechtung der erlernten körperorientierten Interventionen in ihre Alltagspraxis und die Reflexion über fachlichen Grenzen in der körperorientierten Begleitung werden ebenso Thema sein wie ggf. Auffrischung von medizinischen, beraterischen und rechtlichen Kenntnissen für die Begleitung von Menschen mit GI/GD. Nicht zuletzt soll Zeit und Gelegenheit sein für informellen Austausch und Kennenlernen und es gibt für alle Teilnehmenden das Angebot, selbst in ressourcenorientierte Körpererfahrung zu gehen. Alle Übungen finden unter Einhaltung der Hygienebedingungen mit Abstand und ohne Berührung statt.

Was Teilnehmende aus dem Jahr 2021 sagen:

★★★★★ Mir hat die Veranstaltung sehr gut gefallen. Eure entspannte, humorvolle, kompetente Anleitung; Inhalte, die gut auf meinen Arbeitsalltag übertragbar sind und Lust auf mehr machen; das wunderbare Lernumfeld im Waldschlösschen; nicht zuletzt die Weisheit der Gruppe. Klare Empfehlung  (Nicole, Dipl.-Psychologin)

★★★★★ 🙂 Danke für ein kurzweiliges, inspirierendes und hilfreiches Seminar (Kinder- und Jugendlichen-Therapeutin aus Münster)

★★★★☆ Mir hat das Seminar neue Impulse für meine Arbeit gebracht und Iden in Bezug auf die (Nicht)Auseinandersetzung mit Körpern in der Trans*beratung. Außerdem war es ein guter Rahmen für Reflexion über die eigene Haltung und eine tolle Möglichkeit zum Austausch und Vernetzung.

★★★★☆ Insgesamt hat es mir super gut gefallen + hab mich in der Gruppe wohl gefühlt + nehme viel Anregung mit zurück in die Arbeit

★★★★☆ Ich konnte viel an theoretischem Wissen zu rechtlichen und medizinischen Kontexten mitnehmen und zusätzlich Körperübungen ausprobieren – verkörpert mitnehmen – die für Menschen mit G/GD geeignet sein könnten. Danke!